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Es werden Posts vom November, 2013 angezeigt.

Insider-Märchen. Heide Simonis las in Höhr-Grenzhausen

Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit, in den Abendstunden des 23. Novembers 2013 im renommierten Hotel Heinz in Höhr-Grenzhausen, was man durchaus mit einem Märchenschloss vergleichen kann. Die ehemalige Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Heide Simonis (*1943, => Homepage), machte einen Zwischenstopp auf ihrer Lesereise mit dem evangelisch-lutherischen Verlagshaus, um auch im Westerwald aus ihrem Werk „Alles Märchen! Insider packen aus“ vorzulesen. Zu dieser Lesung hatten die Inhaber der Buchhandlung meinBUCHHAUS aus Höhr-Grenzhausen und Wirges, Marietta und Winfried Glöckner, eingeladen, die damit ihre bisherige Reihe von Autoren-Lesungen im Westerwald erfolgreich fortsetzten.




So exquisit wie der Veranstaltungsort, die Orangerie im Heinz, erwies sich auch das ungefähr sechzig Personen zählende Auditorium: es waren unter anderem einige bekannte Namen der lokalen politischen Bühne dabei und sogar eine Mutter mit zwei kleinen Kindern hatte sich ins Heinz ver…

„Märchen sind politisch!“ – Heide Simonis im Interview mit Peter Wayand

Das im Folgenden wiedergegebene Interview mit Heide Simonis wurde am 23.11.2013 im Hotel Heinz in Höhr-Grenzhausen anlässlich ihrer Lesung aus ihrem neuen Buch „Alles Märchen! Insider packen aus“ mündlich im Anschluss an die Lesung geführt. Zu dieser Lesung eingeladen hatte die Buchhandlung meinBUCHHAUS aus Höhr-Grenzhausen und Wirges
Wayand: 
Sehr geehrte Frau Simonis, zunächst einmal möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie sich die Zeit nehmen, um mit mir hier dieses kurze Interview zu führen. Meine erste Frage lautet schlicht und ergreifend: Warum Märchen? Warum keine Fabeln oder andere literarische Gattungen? 
Simonis:
Ich glaube, im Märchen erkennt man einerseits, was eine Gesellschaft schätzt, wie sie leben will, wie sie ihre Kinder erziehen will, was wichtig für sie ist. Andererseits kann man im Märchen Sachen ausdrücken, die man sonst nirgendwo so ausdrücken kann, und da kann man die bösen Gedanken, die man hat – über die Stiefmutter, die man umbringen möchte – haben, ohne …