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Es werden Posts vom Juni, 2015 angezeigt.

Vom Heimgang eines Idols – zum Tod von Pierre Brice

„Was soll ich weitererzählen?  Die wahre Trauer hat keine Worte.“ (Karl May – Winnetou III)
„Dann schickt der liebe Gott den alten Leuten eine ordentliche Lungenentzündung, damit sie in Frieden nach Hause gehen können.“ An diesen Satz meines verehrten akademischen Lehrers Klaus Weber musste ich denken, als ich die Meldung von Pierre Brices Tod auf meinem Handy las. Heute morgen gegen acht Uhr zwanzig ist er an den Folgen einer Lungenentzündung (sic!), nicht an einer Kugel in die Brust, in den Armen seiner Frau, nicht in den Armen seines Blutsbruders, in einem Krankenhaus in der Nähe von Paris, nicht in jener Höhle im Hancock-Berg, verstorben, denn er war nur der Mensch, der einem fiktiven Charakter Aussehen und Stimme lieh. Er wurde sechsundachtzig Jahre alt. 
Sein Leben lang war er für viele die einzig wahre Verkörperung einer idealisierten und charismatischen Romanfigur, nämlich die Winnetous, des Häuptlings der Apatschen. Der sächsische Volksschriftsteller Karl May (1842-1912) erfand d…